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Die Technik des Internet

Pakete und Protokolle

Wie bereits im Kapitel Geschichte des Internet erwähnt, werden Dateien für die Übertragung im Internet in "Nachrichtenpakete" zerlegt und dann auf die "Datenreise" geschickt. Hierzu wird eine Internet-Nachricht wird in "Pakete" zerlegt, die max. 1500 Zeichen lang sind.
Währen dieser Übertragung kann es - aus welchen Gründen auch immer - dazu kommen, daß einige Datenbits verlorengehen. Das Internet ist "paketorientiert" und genau wie bei der Paketpost weiß der Absender nicht, ob sein beim Postamt aufgegebenes Paket auch tatsächlich ankommt.
Das Internet besteht aus Übertragungsleitungen, die unzählige "Postämter" miteinander verbinden. Im Internet sind diese "Postämter" Computer - sog. Router. Sie sorgen dafür, daß die ankommenden Nachrichtenpakete an die entsprechenden Telefonleitungen weitergereicht werden - bis zum Absender. Diesen Vorgang bezeichnet man auch als "routing".
Die Weiterleitung von Nachrichtenpaketen durch Router erfolgt aufgrund von Adressen. Jedes Nachrichtenpaket hat eine eindeutige Netzwerkadresse, die nach bestimmten Regeln aufgebaut ist - im Internet heißen diese Regeln Protokolle - das hierfür zuständige Protokoll heißt Internet Protokoll (IP).

Das Internet-Protokoll (IP) und Internet-Protokoll-Adressen (IP-Adressen)

Das Internet-Protokoll sorgt für die richtige Adressierung der Nachrichtenpakete - Router sorgen für den richtigen Transportweg bis zum Adressaten.
Die Adresse eines Nachrichtenpaketes im Internet steht immer am Anfang einer Nachricht. Sie besteht aus einem Feld mit 32 Bit. Jede darin vorkommende Zahl ist kleiner als 256. Ausgeschrieben stellt sich eine Adresse so dar, daß die jeweiligen Zahlen durch Punkte voneinander getrennt sind, also z. B.

194.95.249.201


Eine Internet-Protokoll-Adresse (auch kurz IP-Adresse) besteht aus zwei Teilen:
Die Netz-Adresse wird zentral von einer amerikanischen Instanz (Internic) oder deren Unterorganisationen für die Länderdomains (in Deutschland das denic)vergeben (online in4mation hat z. B. 194.95.249 ). Der zweite - Host-Adresse - Teil wird in lokaler Verantwortung vergeben (z. B. 201 ist der Host-Adressen-Teil der Domain). Demnach lautet die IP-Adresse von online in4mation 194.95.249.201
Nach diesem Schema hat jeder Computer im Internet seine eindeutige Adresse und kann somit von jedem eindeutig identifiziert werden. Damit man sich aber nicht Nummern merken muß, um im Internet etwas zu finden, wurde der sogenannte Domain-Name-Service implementiert.
Mit dem IP-Protokoll sind beinahe schon alle technischen Probleme des Internet gelöst; allerdings bleiben folgende:

Das Transmission Control Protocoll (TCP)

Zur Lösung der offenen Fragen wurde das Übertragungsprotokoll (TCP) erfunden. Als Beispiel wird oft das Versenden eines "Buches" im Netz verwandt:
Man kann das gesamte Buch nicht versenden (mehr als 1500 Zeichen). Also nimmt man die einzelnen Seiten, versieht sie mit der IP-Adresse und ... ab geht die Post!
Das TCP numeriert die einzelnen Seiten intern, bevor sie in den "IP-Umschlag" gesteckt werden - so kann der Empfänger die Seiten in der richtigen Reihenfolge wieder zusammenstellen - und hat letztendlich wieder ein Buch!
Stellt das TCP fest, daß etwas fehlt, wird der Absender benachrichtigt mit der Bitte, das Fehlende nochmals zu übertragen.


© 1995 by W. Schmidt-Sichermann online in4mation, last change 19/11-98