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Über die mögliche Bedeutung der Zusammensetzung der menschlichen Darmflora bei der Entstehung von Übergewicht

Samuel Buck von der University of Washington hat im Mai 2006 eine interessante Entdeckung publiziert (online version of "nature"). Je besser die Nahrung im Darm durch bestimmte Bakterien "verwertet" wird desto höher ist die Gewichtszunahme! Die Schlüsselrolle in diesem Prozeß spielt das Bakterium Methanobrevibacter smithii (M. smithii), das im Darm jene Überreste einsammelt, die von anderen Bakterien bei deren Arbeit übrig bleiben. Dies hat dem Methanobrevibacter smithii auch die Bezeichnung "Müllabfuhr" eingetragen.
M. smithii spaltet diese Reste in Methan auf. Durch diesen Prozeß schafft M. smithii Platz für andere Bakterien im Darm, die mit der Aufgabe befaßt sind, angkettige Kohlenhydrate aufzuschlüsseln - die dann wiederum als Energielieferanten zur Verfügung stehen.
Samuel Buck hat in seinem Experiment Mäusen mit bakterienfreiem Darmtrakt das menschliche Darmbakterium Bacteriodes thetaiomicron verabreicht, das für die Umwandlung von Ballaststoffen in die Fettsäure Acetat verantwortlich ist. Diese wiederum verbrennt der Körper oder lagert sie in Fettdepots ein. Etwa 10% des täglichen Kalorienverbrauchs beim Menschen stammen aus dieser Quelle.
Einer Kontrollgruppe von Mäusen verabreichte Samuel Buck zusätzlich das Bakterium Methanobrevibacter smithii - mit dem Ergebnis, daß sich im Darmtrakt dieser Mäuse die 100 fache Menge kohlenhydratverwertender Darmbakterien angesiedelt hatten - und infolgedessen um 15 Prozent mehr Gewicht zugelegten und 40 Prozent mehr Acetat im Blut hatten.
Als nächsten Schritt will Buck herausfinden, ob sich im Darm von dicken Menschen mehr Methanobrevibacter smithii befinden als bei schlanken... denn dann besteht eine Chance Übergewicht via Darmflora zu therapieren.