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Das World-Wide-Web - eine Einführung

W. Schmidt-Sichermann, Stuttgart 1995 and 1996 © ..::.. this side will not be updated ..::.. click for impressum



Das World-Wide-Web (auch WWW oder W3) ist ein Hypermedia -basiertes System zum Auffinden von Daten (Informationen) im Internet. WWW erfordert vom Benutzer weder Kenntnisse über die eingesetzte Soft- und Hardware noch über die Struktur der angeforderten Daten. Die Informationen werden als Hypertext-Markup-Language (HTML) implementiert.


Inhalt




Das World-Wide-Web - eine Einführung

Was ist das World-Wide-Web?

Lange Zeit "träumte" die Menschheit von einem universellen Informationssystem, das einerseits möglichst vielen zugänglich sein sollte, andererseits die Informationen untereinander so verbindet, daß man leicht von einer Informationseinheit zur anderen springen konnte. Gleichzeitig wünschte man sich ein System, mit dem man die relevanten Informationen von den irrelevanten leicht unterscheiden kann.
In den 60er Jahren begann eine Entwicklung, die - aufgrund leistungsfähigerer Rechner und billigerer Hardware - dazu führte, daß man - rechnergestützt - durch Wissensbestände "schwimmen" konnte.

Diese Entwicklung nahm speziell im Forschungsbereich ihre Anfänge.
Heute ist man in der Lage, die "Träume" auf einer weltumspannenden Ebene zu realisieren:

als weltweites Netzwerk - World-Wide-Web.

Die offizielle Beschreibung und/oder Definition des World-Wide-Web bezeichnet es als "wide-area hypermedia information retrieval initiative aiming to give universal access to a large universe of documents".
Was das World-Wide-Web-Projekt erreichte war ein konsistenter Zugang zu einer Vielzahl unterschiedlicher Dienste und Medien auf sehr einfache Weise:

Information at your fingertip!

Was ist Hypertext und Hypermedia?

Das World-Wide-Web beruht auf Hypertexten, d. h. auf der Interaktion mit den Benutzern. Hypertexte sind grundsätzlich erstmal reguläre Textformen, d.h. sie können editiert, gespeichert, modifiziert, gelesen und gesucht/durchsucht werden - mit dem wichtigen Unterschied:

Hypertexte enthalten intern "Verbindungen" (sogenannte: links zu Informationen in anderen Dokumenten.

Als Hypertext bezeichnet man solche Texte, die entgegen der traditionellen linearen Strukturen auch Verzweigungen (links) aufweisen, die nur auf Aufforderung sichtbar werden. Zwar wird auch in traditionellen Texten auf Fußnoten und Zitate verwiesen, "(...) aber der lineare Fluß des Textes wird dadurch nur kurz unterbrochen(...)" (Computer und Unterricht Nr. 16/1994, S. 67f.) "Hypertext ermöglicht, daß man nicht mehr sequentiell Informationen aufnimmt, es revolutioniert geradezu den intellektuellen Vorgang der Wissensaneignung, unterstützt von den elektronischen Möglichkeiten des globalen Information Highways." (aus: die tageszeitung, 10. und 11. Juli 1995).
Bei Hypertexten handelt es sich infolgedessen um Texte, die "Wegweiser" enthalten; diese Hyperlinks "zeigen" auf andere Textstellen. Die Erweiterung der Texte durch Grafiken, Sound, Animation und Video bzw. interaktive Programmbestandteile (Senden einer electronic mail usw.) macht aus Hypertexten Hypermedia.
Als Anwendungsbeispiel kann man sich vorstellen, daß ein Text zu Sprachtherapie darlegt, nach welchen Prinzipien vorgegangen werden kann und dies durch kurze Sprach- und Videosequenzen verdeutlicht wird.
Hypertexte und Hypermedia beruhen auf einer eigenen Sprache bzw. einem Protokoll, der Hypertext-Markup-Language (HTML).

Was ist das Internet?

Das Internet ist der "Sammelbegriff" für ein weltumspannendes Computer-Netzwerk und bezeichnet ein "network of networks":
denn das Internet besteht aus vielen Unter-Netzwerken, die - auf der ganzen Welt verteilt - gleichwohl alle miteinander verbunden sind. Der Unterschied zwischen World-Wide-Web und Internet besteht darin, daß sich der Begriff des World-Wide-Web auf einen Dienst bezieht der im Internet läuft - das Internet sich auf die physikalische Seite eines globalen Computernetzwerkes bezieht (eine unvorstellbare Masse an Kabeln und Rechnern...).

Wer erfand das World-Wide-Web?

Das World-Wide-Web-Projekt wurde im März 1989 am CERN (europäisches Forschungszentrum für Teilchenphysik in der Schweiz) begonnen. Ziel war ein internes Informationsnetzwerk (Intranet)zur Nutzung durch die Forscher und Physiker am CERN.
Heute wird das World-Wide-Web-Projekt durch das W3-Consortium fortentwickelt. Von dort sind auch aktuelle Projektinformationen erhältlich.

Wie verbreitet ist das Internet / World-Wide-Web?

Die Popularität des Internet ist wesentlich auf das World-Wide-Web zurückzuführen. Genaue Zahlen über das Wachstum von Internet und World-Wide-Web sind von den zuständigen Stellen zu bekommen:

Im Einzelnen stellt sich die Situation (Stand: 2000) so dar:

Erstmals sind im Jahr 2000 mehr Frauen als Männer im Internet!

- 50,4 Prozent der Internet-User in den USA sind Frauen (Mai 2000)

- während in Europa zu Beginn des Jahres 2000 der Anteil der Frauen bei 27,3 Prozent lag, kletterte
er bis zum Juni auf 31,7 Prozent

- 40% der Internet-Zugänge in Deutschland gehören Frauen

- 21% der Deutschen über 14 haben Internet-Zugang

(Zahlen von MMXI und heise)

 

 

World-Wide-Web Browser

Monate, nachdem das CERN das World-Wide-Web vorgestellt hatte wurde am National Center for Suptercomputing Applications (NCSA) ein Projekt zur Entwicklung einer Software gestattet, die HTML-Seiten darstellen konnte. Ziel war ein im Internet erhältliches, nicht-kommerzielles Programm (sog. Browser), das einen einfachen Zugang zu World-Wide-Web-Seiten ermöglicht.
Die Software Design Group des NCSA entwickelte das Programm Mosaic, das in der ersten Häfte des Jahres 1993 verfügbar war. Andere Entwicklungen folgten und heute existiert eine Vielzahl von Browsern - hier die populärsten:

- Netscape
- Internet-Explorer
- Opera

Der Leistungsumfang moderner Browser:

Welche Dienste gibt es im World-Wide-Web?

Das World-Wide-Web unterstützt und bietet folgende Dienste:

Wie funktioniert das World-Wide-Web

Das World-Wide-Web arbeitet nach dem bekannten client-server-Modell. Ein Web-Server ist ein Programm, das auf einem Rechner läuft und dessen Aufgabe es ist, Web-Dokumente an jene Computer weiterzugeben, die diese angefordert haben. Ein Web-Client ist ein Programm, das auf einem Computer als Schnittstelle zwischen den angeforderten Dokumenten und dem Benutzer dient (sog. Browser).
Verlaufsbeispiel eines Web-Prozesses:
  1. Ein Benutzer fordert durch Anklicken eines Hyperlinks ein Dokument von einem Web-Server an
  2. Der Web-Client stellt die Verbindung zum Computer her (spezifiziert durch eine Internet-Adresse) und fragt das Web-Serverprogramm nach einer bestimmten Web-Seite
  3. Der Web-Server antwortet, indem er die angeforderte Seite an das Web-Client-Programm sendet
  4. Das Web-Client-Programm stellt die erhaltenenen Informationen dar

Damit diese Kommunikation zwischen Web-Clients und Web-Servern funktioniert bedarf es einer "gemeinsamen Sprache". Diese wird als HyperText Transmission Protocol (HTTP) bezeichnet. Beide - der Web-Server und der Web-Client - müssen HTTP "sprechen und verstehen". Aus diesem Grund werden Web-Server oft auch als HTTP-Server bezeichnet.
Die Standard-Sprache des World-Wide-Web beim Austausch von Informationen und Dokumenten ist die HyperText Markup Language (HTML) . Sie steht in Beziehung zur Standard Generalized Markup Language - eines weit verbreiteten Standards zur Formatierung von Dokumenten.
HTML ist für seine leichte Erlernbarkeit bekannt. Web-Dokumente sind typischerweise in HTML geschrieben und tragen normalerweise die Extension ".html" . HTML-Dokumente sind Standard 7-bit ASCII-Files. Sie formatieren den Text z. B. nach Text-Styles, Titel, Überschriften, Absätze und Hyperlinks. Es gibt viele HTML-Editoren, um HTML-Dokumente zu erstellen oder Textdokumente zu HTML-Dokumenten zu konvertieren.

Der Uniform Resource Locator (URL)

HTML benutzt sogenannte Uniform Resource Locators (URL's) zur Darstellung von Hyperlinks innerhalb von Web-Dokumenten. Man kann beinahe jedes file und jeden Internet-Service durch einen URL adressieren.
Beispiel für einen URL:

http://www.in4mation.de/index.html

Der erste Teil des URL (vor den beiden slashes: //) spezifiziert die Methode des Zugangs (in diesem Fall HTTP).
Der zweite Teil des URL spezifiziert den Computer (hier: www.in4mation.de), dort einen spezifischen Pfad (hier: root-Verzeichnis des Web-Servers) und eine spezielle Resource (hier: index.html).

Suchen und Finden im WWWW

Die weltweite Vernetzung von Informationen, die leichte Bedienbarkeit von WWW-Browsern und die unvorstellbaren Steigerungsraten im WWW machen die Informationsflut beinahe unübersehbar. Zu diesem Zweck gibt es Server, die darauf spezialisiert sind, Informationen aus dem WWW zugänglich zu machen.
Oftmals gibt es bereits in den Browsern - z. B. netscape - die Möglichkeit, direkt im Netz zu suchen (Net Search von Netscape).
Verzeichnisse von Suchmaschinen im Web bei:

Tools für das Web

Webmaster Pro - die source für webmaster im Netz

Weitere Informationen

CERN World-Wide-Web Seite
http://www.w3.org



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